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Der neue KingLifter im WYC

Manchmal zeigt sich Fortschritt nicht auf dem Wasser. Sondern auf wenigen Metern Asphalt vor dem Mastenregal.

Dort beginnt und endet für viele Boote die Saison. Die Masten müssen aus dem Regal gehoben, zum Boot transportiert und Monate später wieder sicher eingelagert werden. Ein Vorgang, der von außen nach Routine aussieht,  tatsächlich aber Erfahrung, Konzentration und bisher auch einigen körperlichen Einsatz verlangte.

Denn ein Mast ist nicht nur lang und schwer. Sobald er sich bewegt, entwickelt er eine Dynamik, die sich nur schwer kontrollieren lässt.

Viele Jahre übernahm ein alter Traktor mit angebauter Gabel diese Aufgabe. Mindestens zwei weitere Personen waren nötig, um den Mast beim Herausnehmen aus dem Regal zu führen und zu stabilisieren. Eine wackelige Konstruktion, schwere Lasten und Helfer, die sich unmittelbar daneben bewegen mussten.

Dass dabei nie etwas Schlimmes passiert ist, ist der Umsicht aller Beteiligten zu verdanken…und vermutlich auch einer Portion Glück.

Wenn aus Routine ein Risiko wird

Was über Jahre funktioniert hat, muss deshalb nicht dauerhaft die richtige Lösung bleiben. Mit zunehmendem Alter befand sich der Traktor nicht mehr in einem verlässlich technischen Zustand. Gleichzeitig blieb das grundsätzliche Problem bestehen: Lange und schwere Masten mussten mit einem Gerät bewegt werden, das für diese Aufgabe nur eingeschränkt geeignet war.

„Der Transport der Masten in und aus dem Mastenregal mit dem alten Traktor und der Gabel war immer eine sehr wackelige Angelegenheit und unsicher für alle Beteiligten“, heißt es aus dem Vorstand.

Dabei ging es nicht allein um mögliche Schäden am Material. Ein Mast lässt sich reparieren oder ersetzen. Die Gesundheit der Menschen, die ihn führen, nicht ohne Weiteres.

Die Frage lautete deshalb nicht mehr, ob die bisherige Lösung noch einige Zeit durchhalten könnte. Sondern wie sich diese Arbeiten künftig sicherer, kontrollierter und zuverlässiger erledigen lassen.

Eine Idee aus der Praxis

Der Erste Bootsmann Markus Borgmeier hatte sich bereits seit längerer Zeit nach einer geeigneten Alternative umgesehen. In der Vorstandssitzung im April stellte er schließlich einen sogenannten Mitnahmestapler vor: einen KingLifter, kompakt gebaut, besonders beweglich und damit für die engen Verhältnisse auf dem Clubgelände geeignet.

Der WYC konnte das gebrauchte Gerät für rund 35.000 Euro erwerben.

Das ist für einen Verein eine bedeutende Summe. Doch der Wert einer solchen Anschaffung bemisst sich nicht allein am Kaufpreis. Entscheidend ist, welches Problem sie löst und welches Risiko sie künftig vermeidet.

Mit dem KingLifter können die Masten stabiler aufgenommen, präziser aus dem Regal bewegt und kontrollierter transportiert werden. Die Bootsleute müssen nicht mehr gemeinsam mit weiteren Helfern versuchen, eine lange Last an einer wackeligen Gabel von Hand zu stabilisieren. Das schafft Abstand zur Last, reduziert körperliche Belastungen und schützt zugleich Masten, Beschläge, Regale und weitere Teile der Clubanlage.

Vor allem aber schützt es die Menschen, die diese Arbeiten für den Verein übernehmen.

Keine Anschaffung aus Bequemlichkeit

Der neue KingLifter ist deshalb kein Luxus und auch keine Investition, die lediglich einzelne Mitglieder betrifft. Jedes Segelboot benötigt einen Mast und jeder sichere Transport kommt mittelbar dem gesamten Verein zugute.

Hinzu kommt die vielseitige Beweglichkeit des Geräts. Wo der alte Traktor an seine technischen und räumlichen Grenzen stieß, lässt sich der KingLifter gezielter einsetzen und präziser manövrieren. Damit gewinnt der WYC nicht nur eine sicherere Lösung für das Mastenregal, sondern zugleich ein zuverlässiges Arbeitsgerät für den laufenden Hafenbetrieb.

„Dieser Stapler ist mit seiner vielfältigen Beweglichkeit eine sehr sinnvolle Investition für unseren Verein“, lautet die Einschätzung aus dem Vorstand.